Palimpsest / Bruchzone I

Verkäufer: Anselm Bonies |
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Titel des Kunstwerks:
Palimpsest / Bruchzone I

Werksnummer:
AB-2024-HYB-091

Künstler:
Anselm Bonies

Beschreibung:
Reduziertes, zunächst ruhig erscheinendes Bildfeld, das von einer zweiten, fragmentarischen Ebene durchzogen wird. Die Arbeit entfaltet ihre Wirkung aus dem Spannungsverhältnis zwischen Klarheit, Schichtung und sichtbarer Reststruktur.

Jahr:
2024

Medium:
Photokarton, matt kaschiert

Abmessungen:
20 × 20 cm, Passepartout 30 × 30 cm

Auflage:
nicht limitiert, datiert und handsigniert

Exposé:
Palimpsest / Bruchzone I markiert einen Übergangspunkt innerhalb der Werkauffassung von Anselm Bonies: Das Bild erscheint nicht mehr als geschlossene, reine Ordnung, sondern als Fläche, in der sich Spuren, Überlagerungen und Bruchzonen einschreiben. Die Arbeit operiert mit Reduktion, doch diese Reduktion ist nicht leer. Sie trägt Reste, Einschreibungen und Verdichtungen in sich. Gerade darin liegt ihre Spannung. Das Werk zeigt nicht die reine Form, sondern die Form unter Einfluss.

Beschreibung:
Die Komposition wirkt auf den ersten Blick zurückhaltend und geordnet. Erst in der genaueren Betrachtung öffnet sich eine zweite Ebene: Das Bild erscheint nicht vollständig glatt oder abgeschlossen, sondern von einer inneren Schichtung durchzogen. Dadurch entsteht ein stilles, aber deutlich wahrnehmbares Spannungsfeld zwischen konstruktiver Ruhe und untergründiger Störung. Die Arbeit bleibt konzentriert, ohne starr zu werden.

Konzept und Relevanz:
Das Werk untersucht die Frage, wie viel von einer ursprünglichen Ordnung bestehen bleibt, wenn Spuren, Überlagerungen und Eingriffe sichtbar werden. Es geht nicht um dekorative Vielschichtigkeit, sondern um die Präsenz dessen, was sich nicht vollständig glätten oder tilgen lässt. In dieser Hinsicht ist die Arbeit exemplarisch für eine Bildauffassung, die Klarheit nicht als Reinheit versteht, sondern als Zustand unter Spannung.

Zuordnung der Kunst/Stilrichtung:
Zeitgenössische abstrakte Kunst, reduzierte konstruktive Bildpraxis, konzeptuelle Bildarbeit, werkimmanente Überlagerungsästhetik

Platzierungsvorschlag:
Besonders geeignet als Einzelarbeit in ruhigen, konzentrierten Räumen, in Arbeitszimmern, Bibliotheken, Fluren oder als Einstieg in eine Sammlung. Durch das Format mit weißem Passepartout und Rahmen eignet sich das Werk ausdrücklich auch als Gastgeschenk, Sammlungsauftakt oder erste Werkbegegnung im privaten Kontext.

Interpretation und Bedeutung:
Palimpsest / Bruchzone I thematisiert das Fortbestehen von Spuren innerhalb einer scheinbar geordneten Fläche. Das Werk zeigt, dass nichts vollständig neutral, leer oder unberührt bleibt. Bedeutung entsteht hier nicht durch Erzählung, sondern durch das Verhältnis von Ruhe und Einschreibung, von Ordnung und Rest. Gerade die Zurückhaltung des Formats verstärkt diese Wirkung.

Technik und Material:
Handgearbeitetes Bildmotiv, komponiert durch analoge Setzung und physische Überlagerung von Bildelementen. Anschließend als hochwertig auf Photokarton reproduziert und matt kaschiert. Präsentation unter Passepartout im Rahmen. Die matte Oberfläche reduziert Reflexion und unterstützt die Wahrnehmung der Schichtung sowie der materiellen Bildtiefe.

Historischer Kontext und Einfluss:
Die Arbeit steht im Spannungsfeld zwischen konstruktiver Moderne, reduzierter abstrakter Bildsprache und einer gegenwärtigen Sensibilität für Spur, Fragment und Überlagerung. Sie knüpft an das Denken der klassischen Moderne an, ohne deren Reinheitsanspruch einfach zu übernehmen. Stattdessen wird die Bildfläche als Träger von Resten, Einschreibungen und Brüchen verstanden.

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